Nagetiere die Lieblinge der Kinder

Aug 17, 2011 von Tierliebhaber

Nagetiere die Lieblinge der Kinder

Jedes Kind träumt vom eigenen kuscheligen, niedlichen Haustier, das zu Hause, möglichst im eigenen Zimmer wohnt und immer zum Schmusen und Spielen da ist. Haben Kinder kleine Nagetiere als Haustiere, wie beispielsweise ein Meerschweinchen, einen possierlichen Goldhamster oder ein Zwergkaninchen, lernen sie sehr spielerisch Verantwortung für ihren „Freund“ zu übernehmen. Darüber hinaus spüren sie, dass auch andere Lebewesen Gefühle und Bedürfnisse habe, die sie selbstlos, in sozialer Art und Weise erfüllen müssen. Natürlich müssen die Kinder lernen, dass das kleine putzige „Wollknäuel“ kein Kuscheltier bzw. Spielzeug ist, was man einfach so durch die Gegend schleppen oder irgendwo liegen lassen kann.

Fragen, die vor der Anschaffung der Nagetiere als Haustiere zu beantworten bzw. zu klären sind

Zuerst stellt sich die Frage, wo und wie sollen die Nagetiere in der Wohnung oder im Haus sicher untergebracht werden? Die Größe des Käfigs, wo das Nagetier genügend Platz hat und sich frei bewegen kann, richtet sich nach der Größe des Tieres – ein Zwergkaninchen benötigt auf jeden Fall einen größeren Käfig als ein Hamster oder ein Meerschweinchen oder gar eine kleine Wüstenspringmaus. Soll das Nagetier von den Kindern, die älter als fünf Jahre alt sein sollten, betreut und versorgt werden, bedarf es eines Gesprächs, um verständlich zu erklären, welche Pflege und Hege das jeweilige Tier benötigt, dass regelmäßig gefüttert und der Käfig gereinigt werden muss. Die Eltern sollten hilfreich und unterstützend zur Seite stehen, so dass die Nagetiere als Haustiere und Freunde der Kinder nicht vernachlässigt und artgerecht gehaltenwerden.

Obacht ist geboten

Lässt man die Nagetiere in der Wohnung frei laufen, sollten alle Stromkabel so angebracht sein, dass die Nager nicht daran knabbern und sich ggf. tödlich verletzten können. Gleiches gilt für die Anbringung von Gardinen, wo sie leicht hängen bleiben und sich strangulieren können. In den Sommermonaten kann der Käfig im Freien (vor direkter Sonneneinstrahlung schützen) stehen, sollte jedoch so gesichert sein, dass weder Tiere von außen in den Käfig können, noch die kleinen Nager ausbrechen können und keinerlei Giftpflanzen um den Käfig wachsen. Ein weiterer Aspekt, der vor der Anschaffung zu klären ist, ist, wer versorgt die Nagetiere, wenn die Familie verreist oder jemand erkrankt ist; die Haustiere sollten die Ersatzbetreuer kennen und akzeptieren. Aber auch die Frage der aufzubringenden Kosten für eventuelle Tierarztbesuche und das tägliche Futter sind abzuklären.Des Weiteren sollte man sich über Futter, Wesen und Haltung eingehend informieren, um den Nagetieren ein artgerechtes, gesundes und zufriedenes Leben in der Familie zu ermöglichen.

Welche Nagetiere eignen sich?

Schaut man sich in den ortsansässigen Zoohandlungen um, wird man schnell feststellen, dass die Auswahl der Nagetiere sehr vielfältig ist. Zum Kauf werden u. a. Chinchillas, Ratten, Mäuse, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster präsentiert. Beim Betrachten schmilzt man sofort dahin, dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die Nagetiere verschiedene Verhaltensmuster bzw. Lebensweisen haben – es gibt tag- und nachtaktive Nagetiere. Ist man ganztags unterwegs, bietet es sich an, einen Nager, wie Chinchilla, Ratte, Hamster oder Maus, als Haustier zu halten, da sie in den Abendstunden besonders aktiv werden – tagsüber lieben sie es, wenn sie ihre Ruhe haben. Meerschweinchen und Kaninchen lieben es und freuen sich den gesamten Tag, wenn man mit ihnen spielt und mit ihnen kuschelt, daher sind sie auch für Kinder als tierischer Gefährte besonders gut geeignet. Die Nagetiere lieben es besonders, wenn sie durch das Zimmer oder gar die ganze Wohnung fei laufen können – doch Vorsicht, schnell sind sie hinter einem Schrank u. dgl. verschwunden …

Urheberfoto: Gerd Schöllkopf – Fotolia

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